Interview mit Bernhard Ewers, dem Chef der deutschen Softwareschmiede TriNodE über das Spiel RIM – BATTLE PLANETS mit dem deutschen online Magazin DerGRENADIER.de.


PZM: Hast Du bei der Entwicklung von RIM - Battle Planets auf bewährte Komponenten Deiner Battle Isle und Historyline Spiele zurückgegriffen?

B.E.: Die Erfahrung bei der Entwicklung der Serie ist natürlich hilfreich gewesen, zudem einige des alten Teams auch wieder bei TriNodE dabei sind. RIM - Battle Planets baut jedoch auf verschiedenen neuen Ansätzen auf, weswegen technologisch nichts (Anm.:von den alten Spielen) verwendet wurde. Ich habe mich auf das Design und den Spaß, den die Serie bereitet hat, konzentriert.

PZM: Die Spielbarkeit von RIM – Battle Planets ist herrlich benutzerfreundlich. Wie lange feilt man an so einem gameplay herum?

B.E.: Wir haben so um die 2 ½ Monate allein an dem Interface gefeilt. Dazu sind viele Testläufe, auch mit externen Testern, und sehr viele Diskussionen nötig. Und der feste Wille existierende Dinge zu ersetzen bis sie perfekt sind. Beim Interface wollten wir keine Kompromisse eingehen.

PZM: Das Spielprinzip mit seinen drei Phasen hat Vorteile gegenüber Echtzeit und Runde. Kannst Du sie kurz beschreiben und: wie kommt auf so innovative Ideen?

B.E.: Wir wollten einfach wieder mehr Strategie in ein Spiel einbringen. Dazu müssen die Züge der Panzer genau positioniert werden und dürfen nicht selbständig irgendwelchen Unfug machen, wie in RTS üblich, die auf Masse setzen. Ich wollte wieder volle Kontrolle und genaue Bewegungen. Leider ist ein völlig rundenbasiertes Spiel heute, auch für mich, einfach zu träge. Soviel Zeit hat niemand mehr. Davon abgesehen, dass Multiplayer in einem Albtraum endet.

Also haben wir die Angriffsbefehle getrennt. Dazu wurde zu Beginn das komplette Spielsystem als Prototype spielbar programmiert, damit wir wussten ob es läuft. Das tut es ! Im Multiplayer ist RIM das einzige Spiel mit herrlicher Strategie in Runden aber schnell und in Echtzeit, klingt verrückt, klappt aber !

PZM: Wieviele Missionen wird die Kampagne haben?

B.E.: Die Kampagne besteht aus 28 Missionen, die alle durch die Story miteinander verbunden sind. Man kann verschiedene Rassen spielen und erlebt Zeitsprünge und verschiedenste Aufgaben.

PZM: Wird der Schwierigkeitsgrad, wie bei Battle Isle, von Mission zu Mission erhöht?

B.E.: Ja, wir fangen ganz harmlos mit einigen einfachen Regeln und Panzern an. Da hier im Spiel die Regeln wieder an die Einheiten gebunden sind, startet man mit Move/Attack und das wars. Später wird es immer mehr Rassen und Einheiten geben, Sonderfunktionen und viele verschiedene Missionsziele sowie Szenarien, wir haben 11 unterschiedliche Welten im Spiel.

PZM:Was wird es für Missionsziele geben? Müssen immer nur alle Gegner vernichtet werden oder wird es auch abwechslungsreiche Aufgaben geben?

B.E.: Die Missionsziele werden deutlich anders als Deathmatch sein. Natürlich gibt es den "Zerstöre alles" Weg, aber dieser ist nur für absolute Profis gangbar. Die Missionsziele sind in 10 verschiedene Varianten aufgeteilt, die miteinander verbunden werden. Dazu können sich diese ständig ändern. Und das machen sie auch ...

PZM: Wird es mehrere Möglichkeiten geben eine Mission erfolgreich zu beenden oder muß man sich an einen mehr oder weniger vorgegeben Weg halten?

B.E.: Man kann spielen wie man will. Einfache Geister werden mit Move/Attack allein zurechtkommen. Wir haben aber die verschiedensten Wege im Spiel. Dazu gehören auch die Kampagnenitems, die im Shop gekauft werden können. Damit kann man Einheiten zusätzlich verbessern, also mit Shield, Sonderwaffen etc.

PZM: Wieviele Einheiten und Rassen kommen in RIM – Battle Planets vor?

B.E.: Es sind sechs Rassen im Spiel, die alle völlig unterschiedlichen Regeln folgen und auch so gespielt werden müssen. So kann man die REY, Panzerorientierte Einheiten, überhaupt nicht mit den MAYSA, den Biotechwesen vergleichen. Es sind über 70 verschiedene Einheitentypen im Spiel womit wir alles außer Schiffen drin haben.

PZM:Wie differenziert sind die Einheiten in RIM – Battle Planets?

B.E.: Es gibt Einheiten Klassen, denen einige Gruppen angehören. So gibt es auf fast jeder Seite Scouts, also schnelle Aufklärer, sowie die schweren Panzer fürs Grobe, und Artillerie und Flugeinheiten sowie Abwehr und vieles mehr. Die Kombination aus den Einheiten bringt aber den Erfolg. Ein Scout der REY ist nicht mit einem Scout der NURGS zu vergleichen. Beide haben zwar dieselbe Klasse, man muß sie aber unterschiedlich einsetzen. Ich glaube das beschreibt es ganz gut.

PZM: Wieviele Mehrspielerkarten wird RIM – Battle Planets enthalten?

B.E.: Wir starten mit einigen wenigen Karten. Die Spieler können sich auf den Grundkarten erst einmal mit dem Spiel vertraut machen. Das tun wir auch deshalb, da wir nicht wissen welche Karten im Multiplayer am liebsten gespielt werden.

Wir werden dann über das Internet Karten und viele Dinge anbieten.

PZM: Vielen Dank für dieses Interview.


DerGrenadier.de - März 2001 -


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