Wissenswertes über den Panzer III und seine Entwicklungen:

Die Entwicklung des Panzer-Kampfwagens III begann 1935 unter der Tarnbezeichnung "ZW" (Zugführerwagen). Gefordert wurde ein mittelschwerer Panzer der 15 Tonnen Gewichtsklasse. Entwicklungsaufträge wurden an die Firmen Krupp , Daimler-Benz, MAN und Rheinmetall vergeben. Man entschied sich dann für den Prototyp von Daimler-Benz und von 1936 bis 1939 lieferte diese Firma die ersten vier Serien aus:  

Panzer III A , B , C   und D . Mit diesen Fahrzeugen führte man Versuche durch und kam zu dem Schluss, das eine stärkere Panzerung und damit auch ein stärkerer Motor benötigt wurden. Erst über drei Wochen nach Kriegsbeginn (am 27.9.1939) wurde der Panzerkampfwagen III für einführungsreif erklärt und mit der Serienproduktion begonnen. 

Die Grundkonzeption des Panzer III E   wurde von nun an Basis für alle folgenden Typen. Die Typen A bis E führten als Hauptwaffe die unzulängliche 3,7 cm Kanone.

Der Panzer III F weist Entlüftungsöffnungen für die vorderen Bremsen auf, hatte nur noch ein MG im Turm und wurde 1940 gebaut.

Der Panzer III G erhielt eine neue Kommandantenkuppel, ebenfalls 1940.

Der Panzer III H zeichnete sich durch ein überarbeitetes Laufwerk aus und wurde 1940 bis 1941 gebaut. Die Typen F bis H erhielten als Hauptwaffe eine 5 cm Kanone, die aber den Anforderungen ebenfalls nicht gewachsen war.

Der Panzer III J   wurde in zwei Versionen gebaut. J (kurz) mit 5 cm KWK L/42 und J (lang) mit 5 cm KWK L/60. 

Der Panzer III K wurde nur als Befehlspanzer gebaut und war mit dem J, bis auf die an ihm befestigte Schirmantenne, identisch. Es gab ihn ebenfalls in einer "kurz" und einer "lang" Version.

Der Panzer III L erhielt nun Schottenpanzerungen vor der Turmblende und an der Fahrerfront. 

Der Panzer III M hatte hochgezogene Auspufftöpfe und erhielt Schürzen. Es war die ausgereifteste Version des Panzer III..

Der Panzer III N war ein umgebauter M. Man hatte noch sehr große Mengen der Kanone 7,5 cm KWK L/24 (kurz) und wollte sie der Truppe zuführen, so dass man halt die obsoleten Panzer III hiermit umrüstete. Diese Panzer konnten nur sog. weiche Ziele bekämpfen und wurden "Bogenspucker" genannt, da die ballistische Kurve eine starke Krümmung aufwies.

Aus dem Panzer III gingen auch die bekannten Sturmgeschütze III ( Stug III ) hervor. Die eigentliche Entwicklung begann Ende 1937 und wurde durch Generalfeldmarschall von Manstein angeregt. Er forderte zur Unterstützung der Infanterie gepanzerte Selbstfahrlafetten mit Geschützen. Der Feldzug in Polen zeigte, dass es sehr nützlich gewesen wäre, wenn man eine derartige "Sturmartillerie" zur Verfügung gehabt hätte. 1940 wurden die ersten 5 Sturmgeschützbatterien in Frankreich eingesetzt und bewährten sich hervorragend. Nun wurde der Aufbau dieser Einheiten erfolgreich vorangetrieben und das Fahrgestell des Panzer III diente als Basis. Das Geschütz wurde in die Panzerwanne eingelassen und es entstand somit ein Panzerfahrzeug ohne Turm, dafür aber mit sehr niedrigem Aufzug, was die Überlebensfähigkeit enorm steigerte. Die starke Frontpanzerung von 50 mm war 1940 einmalig bei der deutschen Wehrmacht. Letztendlich wurden wesentlich mehr Stug III, als Panzer Kampfwagen III hergestellt. Die Wehrmacht verbrauchte ca.: 5650 Panzer III und fast 9000 der Stug III und Stug 40. Hier nun eine Übersicht der einzelnen Typen:

Das Stug III A zeichnete sich durch die kurze 7,5 cm Stu.K.L/24 Kanone und die 50 mm Frontpanzerung aus. Die Stug III von B, C, D und E,  Sturm-Infanteriegeschütz 33, Stug 40 F, Stug 40 G, Sturmhaubitze 42.

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