| Rezension:
Combat
Command 2 von
Boku Strategy Games wird von Shrapnelgames
vertrieben. Die Installation der Demo-Version funktioniert
reibungslos unter den gängigen Windowsarten ab Windows 95. DirectX ab
Version 6 ist Voraussetzung.
Das Spiel
simuliert auf taktischer Ebene Kämpfe von Bataillonen und Kompanien.
Der erste Teil dieser Serie spielt in den Kriegsschauplätzen im Westen
und im Mittelmeerraum der Jahre 1940 -1945. Luftlandungen mit den grünen
Teufeln, den dt. Fallschirmtruppen auf Kreta oder groß angelegte
amphibische Operationen von US Rangern bei Anzio, nichts wurde
vergessen. Die technische Umgebung gleicht in etwa RED THUNDER von
Edensoft. Die Hexliebhaber dieses Genres können sich auf ein sauber
programmiertes Spiel freuen.
Das Spiel startet
mit einem Auswahlfenster bei dem abgefragt wird, welcher Spielmodus gewünscht
ist. Sehr erfreulich ist gleich die PBEM Funktion. Spiele ohne diese
Funktion sollten gar nicht mehr angeboten werden. Natürlich gibt es
auch die Wahl eines Computergegners, dessen Einstellungen sehr variabel
sind. Die Aggressivität kann von stark bis übervorsichtig eingestellt
oder gar die Angriffstaktik speziell zugeschnitten werden. Auch der Fog
of War fehlt nicht. Nachdem man seine Einstellungen getroffen
und bestätigt hat, empfängt uns eine gute bis sehr gute Grafik mit den
beliebten Hexfeldern. Das Handling ist simpel, aber sehr funktionell
auch ohne Anleitung kann es schnell losgehen.
Jedes Hex stellt
etwa 1/2 km dar. Die Züge gliedern sich in 4 Stunden Turns. Der
eigentliche Bildschirm teilt sich in eine große Übersichtskarte mit
kleinen Infofenstern, die bei Bedarf abgeschaltet werden können. Die Übersichtskarte
kann in drei Stufen gezoomt werden. Mit einer für Windows typischen Menüleiste
kann man sich sehr schnell Statistiken herbeiholen, um festzustellen
welche Einheiten noch in Kommandoreichweite oder in Versorgung stehen.
Diese Statistiken werden auch grafisch auf der Karte eingezeichnet. Für
jede Einheit kann der Bewegungsradius sichtbar gemacht werden, doch ist
bei einem gewählten Fog of War ein Hinterhalt von Feindkräften
möglich. Also ist Aufklärung angesagt. Stellt sich der Feind zum
Kampf, kann ein Angriff befohlen werden. Diese Angriffe können
kombiniert oder einzeln vorgetragen werden. Bei einigen Szenarien kann
auch die Artillerie oder die Luftwaffe eingreifen.
Anhand des
Kretaszenariums versuche ich nun das Spielprinzip etwas näher zu erläutern.
Nachdem ich das Szenarium ausgewählt habe, fragt mich der Computer
welche Absprungszone ich bevorzuge. Gesagt getan, meine braven "Fallschirmer"
aus Niederbayern springen und nehmen gleich Stellung ein. Nun heißt es
meine taktischen Aufträge angehen. Meine Fallschirmjäger klären auf.
Die englischen Kompanien sind gut eingegraben. Ich muss daher die
englischen Stellungen umgehen, um deren Versorgungen zu kappen. Das
bringt mir im Kampf Vorteile, da auch der Engländer essen muss und
Munition für den harten Kampf gegen meine Fallschirmtruppen braucht.
Die ersten Angriffe gegen ein Sieghex laufen. Doch ein englischer
Gegenstoß mit einigen Tanks bringt einigen meiner Truppen
Zersplitterung, die meine Kampfkraft schwächen. Der Computer selbst
zieht gar einige meiner Truppen aus dem unmittelbaren Kampfgeschehen zurück.
Nun heißt es meine Kräfte zusammenfassen, um den entscheidenden Schlag
zu landen. Doch eine feindliche Einheit will sich nicht ergeben. Sie
wird vollkommen zerschlagen... Etwa so könnte ein Spielzug aussehen.
Doch wie kann ich
meinen Einheiten Befehle erteilen? Nun jede Einheit kann mehrere
Haltungen einnehmen. Sie kann sich defensiv oder offensiv aufstellen.
Oder kann in einen Reservemodus gestellt werden, der ihre Frische erhält.
Auch Eingrabungen sind möglich. Ein ganzer Spielzug zieht sich durch
mehrere Phasen, es gibt eine Angriffs -und eine Bewegungsphase. Dann
wird der Kommandoradius und der Versorgungslevel berechnet. Die einem HQ
unterstellten Einheiten müssen sich in Kommandoreichweite befinden,
sonst sinkt die Effizienz.
Das Angebot der
Szenarien der mir vorliegenden Betaversion ist sehr reichhaltig: Anzio,
Sangro River, San Pietro, Salerno, Gela, Troina, Primosole Bridge,
Syracuse, Palermo, Maleme, Heraklion, Tebourba Gap, St. Vith, Celles,
Bastogne, Hurtgen Forest, Stolberg Corridor, Sealion, Sword, Carentan
und ein zustätzliches D-Day Szenarium!
Ich kann das
Review aber nicht abschließen, bevor ich den verfügbaren Editor würdige.
Sehr simpel bedienbar, aber ein mächtiges Werkzeug in des Spielers
Hand. Sehr schnell sind wunderbare Szenarien erstellt. Das Teil
gefiel mir sehr gut, vor allem wegen seiner Übersichtlichkeit. |