Systemanforderungen: Direct 3D Grafikkarte mit 32 MB RAM - Windows 98, ME, 2000, XP - 750 MB Festplattenspeicherplatz, 256 MB RAM, Pentium III mit 733 MHz, 4-fach CD-ROM-Laufwerk, DirectX 8.1, Windows-kompatible Soundkarte, Windows-kompatible Maus, für Mehrspieler wird Modem oder Netzwerkkarte benötigt. Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:

Delta Force - Black Hawk Down von Novalogic setzt die Delta Force Serie würdig fort. Besonders die Grafik kann nur als wirklich gelungen bezeichnet werden. Die Kämpfe in den engen Straßen der somalischen Städte und Dörfer sind spannend und vermitteln dem Spieler ziemlich eindrucksvoll wie nervenaufreibend ein Häuserkampf wohl ist. Allerdings wird die nahezu fehlende künstliche Intelligenz der Gegner durch deren immense Anzahl ausgeglichen, was nicht so schön ist



Rezension:

Das zu Beginn ablaufende Video mit Originalaufnahmen des Konfliktes in Somalia macht auf beklemmende Weise den realen Hintergrund des Spieles Delta Force - Black Hawk Down deutlich. Lobenswert ist auch der historische Abriss im Handbuch des Spieles, obwohl er die Geschehnisse in diesem afrikanischen Land eindeutig aus der Sicht der USA darstellt. 

Das Hauptmenü bietet die Optionen: Singleplayer - Multiplayer - Player Info - Options und Exit Game. Das Spiel für einen einzelnen Spieler bietet insgesamt 16 Missionen, welche die Kampagne bilden und zum Start noch nicht alle verfügbar sind. Der Schwierigkeitsgrad steigt meist von Mission zu Mission an, wobei mindestens die ersten 10 Missionen als eher einfach angesehen werden können. Erst in den späteren Missionen wird es erst heftiger, was aber nicht unbedingt schlimm ist, da man innerhalb der Mission jederzeit abspeichern kann. Die Speicherplätze sind jedoch begrenzt, so dass man sich das Speichern gut einteilen sollte. 

Die Missionen basieren wohl alle mehr oder weniger auf realen Missionen, welche tatsächlich so auch stattgefunden haben, bzw. auf derartigen Aktionen beruhen. Delta Force - Black Hawk Down gelingt es recht gut die Atmosphäre rüber zu bringen, so dass sich der Spieler sehr schnell als ein echter Soldat fühlt. Vor jeder Mission kann aus einem großen Waffenarsenal gewählt werden, wobei hier nur die Missionsziele für Einschränkungen sorgen. Bsp.: Verlangt eine Mission die Sprengung einer Barrikade, so muss auch das Sprengmittel gewählt werden. 

Weiterhin gefallen mir auch die abwechslungsreichen Missionsaufgaben, welche man mal zu Fuß, mal im Jeep oder mal an Bord eines Helikopters absolvieren muss. Natürlich geschehen innerhalb eines Auftrages auch unvorhergesehene Dinge, so dass man zusätzliche Aufgaben erhält und dann innerhalb einer Mission in verschiedenen Transport- bzw. Kampffahrzeugen unterwegs ist. Leider ist die künstliche Intelligenz der gegnerischen Truppen extrem schwach und die Missionen sind auch sehr streng vorgegeben. Die angesprochenen "unvorhergesehenen Dinge" gehören selbstverständlich zum Skript des Spieles und treten immer in der Mission auf. Die quasi nicht vorhandene Gegner K.I. gleichen die Programmierer von Novalogic mit Masse aus, sprich: Es wimmelt oft nur so von in Lumpen gehüllten AK-47 Trägern. Diese virtuellen Negerlein können einem schon richtig Leid tun, wie sie so zwischen den Ruinen kauern und auf ihren Skriptbefehl warten.... Hin und wieder rasen sie auch auf schrottreifen Pickups durch die Straßen und ballern mit aufmontierten Maschinengewehren auf die amerikanischen Soldaten. Gefährlich sind vor allem die mit Panzerfäusten bewaffneten Vertreter, denn die holen schon gerne mal einen Helikopter vom Himmel. 

Dennoch stimmt die Atmosphäre bei Delta Force - Black Hawk Down, was sicherlich zu großen Teilen auf der tollen Grafik beruht. Aber auch die armen Zivilisten, auf die man tunlichst nicht schießen sollte, tragen einen großen Teil zu dieser beklemmend realistischen Atmosphäre bei! Die bösen Buben mischen sich oft unter zivile Personen und eröffnen dann das Feuer. Nun heißt es einen kühlen Kopf zu bewahren, was in dem entstehenden Tumult gar nicht so einfach ist. Man erwidert das Feuer auf die bewaffneten Banden und zum Dank dafür bewerfen einen die somalischen Frauen dann mit Steinen... Wirklich ziemlich beklemmend. 

Meine bevorzugte Waffe in der Kampagne von Delta Force - Black Hawk Down war eigentlich die CAR-15 Colt 5.56 mm, denn sie verfügt über eine gute Feuerkraft und ein kleiner Zielfernrohr, so dass sie recht vielseitig einsetzbar ist. In den engen Straßen ist man z.B. mit einem reinen Scharfschützengewehr oft nicht gut ausgerüstet. Gerade wenn wieder eine Horde an Gegnern auf einen anstürmt, fehlt einem das Dauerfeuer bzw. die Feuerstöße. 

An einigen Stellen in den Szenarien findet man auch Munition und Heilung, so dass man seine Waffen und ggf. auch sich selbst wieder aufrüsten bzw. auffrischen kann. Hin und wieder kann man einige Kameraden herumkommandieren, wobei auch deren K.I. nicht gerade berauschend ist und ich mich deshalb lieber auf mein eigenes Können verlassen habe. Eingefleischte Fans der Delta Force Serie werden von Delta Force - Black Hawk Down trotz der Mängel bei der K.I. (das war früher ja auch nicht viel besser....) sicher nicht enttäuscht werden, denn gerade die Grafik und die Atmosphäre machen diesen Titel zu einer gelungenen Fortsetzung der Serie. Außerdem war die Hauptstärke bei Delta Force sowieso immer der Mehrspielerteil und der ist natürlich wieder mit von der Partie!


Hintergrund:

Somalia - das afrikanische Land am Horn von Afrika. Wer erinnert sich noch an die schrecklichen Ereignisse vor einigen Jahren während der UNO-Missionen? Dieses Spiel basiert auf realen Ereignissen und ist deshalb meines Erachtens als "pädagogisch wertvoll" zu bezeichnen. Warum? Nun, nichts ist schlimmer als die Dinge der Vergessenheit anheim fallen zu lassen. Dieses Spiel fordert uns doch geradezu dazu auf, sich der fürchterlichen Unruhen zu erinnern und den Opfern zu gedenken. Den Opfern aller Parteien selbstverständlich, denn wer letztlich für das Desaster Somalias wirklich verantwortlich war und ist, lässt sich als Laie sicher nicht feststellen. Viele Tatsachen werden hervorragend im Handbuch des Spieles beschrieben und das kann die Grundlage für weitere Nachforschungen bilden, welche ich jedem interessierten Spieler sehr empfehle.  


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