| Rezension:
Flying
Heroes ist das neue Spiel von Illusion
Softworks, den Machern des überaus erfolgreichen Hidden &
Dangerous. In Deutschland hat der bekannte Publisher TAKE2
den Vertrieb übernommen. Wer nun allerdings einen Flugsimulator,
angesiedelt im 1. oder 2. Weltkrieg erwartet, der wird sich sehr
wundern, denn Flying Heroes entführt den Spieler in die
phantastische Welt Hesperia. Dort werden unter vier Clans Luft-Turniere
mit den aberwitzigsten Gefährten ausgetragen.
Vorweg einmal eine
Kurzbeschreibung: Flying Heroes ist eindeutig ein
action-geladenes Phantasiespektakel, das schnelle Reaktionen fordert. In
10 riesigen Landschaften, die graphisch wunderschön gestaltet sind,
werden die Luftkämpfe mit den verrücktesten Flugobjekten ausgetragen.
Die vier Clans ( Sky Knights, Lizard Riders, Magions und Hammercrafts)
haben alle ihre eigenen und unterschiedlichen Flugmaschinen bzw. Tiere.
Insgesamt stehen 24 Flugmaschinen und Kreaturen zum Flug bereit. Diese können
mit unterschiedlichen (je nach Clan) Waffen und auch Zaubersprüchen
bestückt werden. Insgesamt ebenfalls 24 an der Zahl. Ein Karrieremodus
mit eigener Hintergrundgeschichte, Liga-Bewertung und Aufstiegsmöglichkeiten
weist sogar Ressourcenmanagement auf. Über LAN, serielle Verbindung
oder Modem können Mehrspielergefechte mit bis zu sechs Flugakrobaten
ausgetragen werden.
Zu Beginn einer
Karriere stehen dem Spieler die Clans der Lizard Riders und der Magions
offen. Natürlich verfügt man als Neuling nicht über die starken
Waffen und guten Fluggeräte der Veteranen. Diese begehrenswerten Dinge
müssen sich schon durch gute Ergebnisse in den Turnieren erkämpft
werden. Jedes Turnier läuft prinzipiell nach folgendem Schema ab:
Mitglieder verschiedener Clans treffen sich in einer der Arenen und
tragen dort ihre Luftkämpfe aus. Die Zeit ist begrenzt und man muß
soviele Gegner wie möglich in dieser Zeitspanne vom Himmel holen, möglichst
ohne selbst dabei den Fallschirm benützen zu müssen. Es geht hier
einzig und allein um Ruhm und Ehre und nicht um den Tod des ehrenvollen
Gegners. Oh, habe ich doch tatsächlich das liebe Geld vergessen? Um das
geht es natürlich auch, denn neue Waffen und bessere Flugechsen, Vögel
oder Luftschiffe kosten horrende Summen. Ohne diese "upgrades"
wird man auf der Karriereleiter aber nicht weit kommen. In einem Turnier
schweben nicht nur andere Luftkämpfer um den Spieler herum, sondern
auch allerlei nützliche Dinge. Diese zeitlich limitierten
Verbesserungen, sollte der weise Pilot durch durchfliegen derselben zu
seinem Vorteil nutzen. Es gibt z.B.: Unsichtbarkeit, Gesundheitspunkte,
Mana, Munition und noch viele Dinge mehr. Dummerweise schwirren aber
auch noch so unfreundliche Gegenstände herum wie Minen und Gasfässer,
deren Berührung man tunlichst vermeiden sollte, sind ihre Folgen einem
Turniergewinn doch eher abträglich. Zwischen den eigentlichen Turnierkämpfen
kann man hin und wieder Trainingsmissionen absolvieren, die sogar Geld
einbringen können. Hier sammelt man z.B. durch gekonnte Flugmanöver
Goldstückchen ein oder vernichtet Kanonenstellungen usw.. Für
Abwechslung ist bei Flying Heroes wahrlich gesorgt! Die Grafik ist
herrlich und das Ambiente dem Mittelalter nachempfunden. Die
Karrieregeschichte ist mit wundervollen Renderfilmchen untermalt, was
eine perfekte Präsentation ergibt. Es dauert schon ziemlich lange, bis
man zu den wirklich guten Piloten gehört und die Computergegner sind
nicht von schlechten Eltern. Immerhin konnte ich es schaffen in den
ersten Turnieren immer so auf die Plätze zwei und drei zu gelangen.
Witzig sind auch die während des Kampfes eingeblendete Kommentare der
Gegner. Herausforderungen, Beschimpfungen usw.... von jedem etwas, so
dass hier auch für die emotionelle Komponente gesorgt ist. Die
Computergegner sind übrigens alles richtig kleine virtuelle Persönlichkeiten,
deren Eigenschaften man im Handbuch nachlesen kann und deren Handlungen
man natürlich in den Turnieren zu spüren bekommt. |