| Rezension:
Okay, ich gebe mich
hiermit als Liebhaber von gut gemachten Rennspielen zu erkennen! Neben
Strategiespielen liebe ich es geradezu mit dem PC auch Auto- und
Motorradrasereien zu veranstalten. Bei dem absoluten Spitzenprodukt GrandPrix
3 des legendären Programmierers Geoff Crammond
(Anmerkung: Was Gary Grigsby für die Wargamer ist, das ist Geoff
Crammond für die Fans von Rennsimulationen!) konnte ich einfach nicht
widerstehen und mußte dieses Review hier veröffentlichen. Sicher gibt
es auch unter Ihnen, liebe Besucher der Grenadier.de Homepage, den ein
oder anderen Fan von Rennsimulationen. Bevor Ihr Euch also irgendwelchen
Softwarekrempel kauft, dann nehmt lieber dieses Spiel hier. Es ist die
absolute Nr.1 in Sachen Formel 1 Simulation, wurde von Microprose
hergestellt und wird von Hasbro
Interactive vertrieben.
Dank der FIA Lizenz
werden alle Fahrer und Fahrzeuge des spannenden Rennjahres 1998
originalgetreu dargestellt. Die Grafik ist das Feinste was ich je in
einem Rennspiel zu sehen bekam, benötigt allerdings einen absoluten
Power-PC, um alle Details sichtbar zu machen und trotzdem einen flüssigen
Spielverlauf zu gewährleisten. Aber auch mit meinem mittlerweile
betagten AMD 400 mit Voodoo2 3D Beschleunigerkarte sieht Grandprix 3
einfach phantastisch aus! Fünf Schwierigkeitsgrade stehen zur Auswahl
bereit und Neulinge sollten wirklich die Option "Anfänger" wählen.
Grandprix 3 ist nämlich eine richtige Simulation und kein sog.
Arcade-Racer. Über die Tasten F1 bis F8 können Fahrhilfen an- bzw.
abgewählt werden. Hier gibt es Features wie Bremsautomatik,
Gangwechselautomatik, automatische Schleuderkorrektur, Unzerstörbarkeitsmodus,
Ideallinie, Gangvorschlag, Drosselhilfe und Lenkhilfe. Die
Gegnerverteilung kann mit drei Varianten aufwarten: Alle Fahrer haben
exakt gleich starke Wagen, die Stärke wird zufällig verteilt und die
realistische Situation von 1998 wird auch geboten. Über die LCD-Anzeige
in der Lenkradmitte erhält der Spieler alle wichtigen Informationen,
wie z.B. verbleibende Zeit bei der Qualifikation oder die aktuelle
Rundenzahl innerhalb eines Rennens usw. Natürlich werden auch die
Boxenstopps simuliert und es kann sogar eine Boxenstopp Strategie
festgelegt werden. Von den fünf anwählbaren Kameraansichten ist
sicherlich die Cockpitsicht die sinnvollste Einstellung, um ein Rennen
zu fahren. Die anderen Ansichten können effektvoll in einer
Film-Wiederholung des Rennens eingesetzt werden. Die 16 Rennstrecken
sind alle wundervoll und mit enormer Detailverliebtheit erstellt worden,
so dass man meint tatsächlich dort über den Asphalt zu donnern. Das
Ganze ist schon fotorealistisch und sogar die Wetterverhältnisse sind
perfekt umgesetzt. Durch peitschenden Regen kann ein Rennen zu einer
wahren Rutschpartie werden, wobei das alles so echt aussieht, das man
sich fast den Regenkombi überstreifen möchte! Es empfiehlt sich
unbedingt Grandprix 3 mit einem vernünftigen Lenkrad zu fahren,
denn so kommt nicht nur das richtige Raserfieber noch viel stärker in
einem hoch, sondern das Spiel zeichnet sich auch über die griffigste
Lenkung aus, die mir bisher in einem Rennspiel untergekommen ist. Man spürt
geradezu den Grip des heißen Gummis auf dem virtuellen Asphalt! Doch
Obacht bei Regen! Eine Pfütze auf der Piste läßt den Hightech-Boliden
schon mal leicht schliddern. Das Fahren mit so einem Rennwagen ist
einfach grandios. Die Karre zieht richtig irre ab und der wahnsinnige
Sound kreischt einem aus den Lautsprecherboxen entgegen. Beim Bremsen
qualmen die Gummisocken was das Zeug hält und quietschen tun sie
ebenfalls. Den Fahrtwind und den Geruch von verbranntem Gummi und Benzin
kann ein PC ja leider noch nicht simulieren, denn das scheint das
einzige zu sein, was bei diesem Spiel noch fehlt.... :-) ! An den
Rennen, der Grafik, dem Sound und der Fahrphysik kann man keine
negativen Punkte entdecken. Alles ist bei Geoff Grammonds neuem Grandprix
3 einfach spitze gemacht und braucht derzeit keine Konkurrenz zu fürchten.
Konstruktive Kritik möchte ich aber dennoch anbringen und zwar bei den
Menüs. Hier geht es von einem Menü ins nächste Untermenü usw. usw.
usw.. Das ist leider recht unübersichtlich gemacht und es bedarf
einiger Zeit bis man sich damit zurechtgefummelt hat. An Optionen
besteht allerdings wahrhaftig kein Mangel und man kann so ziemlich an
jeder kleinen Schraube drehen, wenn man will. Simulationspuristen, die
Spaß daran haben vor dem Rennen noch drei Stunden an dem Setup des
Wagens zu schrauben können sich hier richtig austoben. Ich für meinen
Teil fahre lieber und so ist es gut, das man bei Grandprix 3 auch
vorgefertigte Setups schnell anwählen kann. Wozu hat man schließlich
eine PC, der sowas doch auch erledigen kann? Abgesehen davon schrauben
die echten Fahrer ja auch nicht mehr selbst an den Wagen rum, sondern
geben nur ihre Anweisungen an die Mechaniker, die das dann erledigen.
Abschließend kann ich nur wiederholen:
Grandprix 3
ist DIE Rennsimulation schlechthin und bietet monatelangen, wenn
nicht jahrelangen, Spielspaß für alle PC-Raser. |