| Rezension:
Bei „1945:Operation
Konrad" handelt es sich um ein rundenbasiertes wargame, welches
auf einer Karte mit Hex-Feldern gespielt wird. Den größten Teil des
Spielfeldes nimmt naturgemäß die Landkarte ein, welche übersichtlich
und klar gegliedert ist, jedoch ein scrollen vermissen läßt. Will man
zu einem anderen Punkt der Karte gelangen, muß man dies per Mausklick
auf einer kleineren Gesamtkarte ( Mini-Map ) bewerkstelligen, welche
sich mittig am rechten Rand befindet oder auf die Zahlentasten 1 bis 9
der Tastatur drücken. Die Hexfelder können auf Wunsch auch
ausgeblendet werden, aber sie stören mich persönlich in keinster
Weise. Elf verschiedene Terraintypen werden dargestellt ( Hügel, Brücken,
Straßen, Städte, Befestigungen, Wälder usw..). Die Einheiten (
deutsche, ungarische, sowietische und rumänische) sind farblich
unterschiedlich gehalten und können so sehr leicht identifiziert
werden. Oben befindet sich das Menu mit folgenden Optionen: 1. Neues
Spiel starten 2. Spiel laden 3.Territorium ( hier soll dargestellt
werden, welche Seite ein Gebiet beherrscht, aber diese Option ist nicht
im Spiel vorhanden ) 4. Strategische Karte ( die Gesamtkarte wird zur Übersicht
eingeblendet ) 5.Turn Record Chart ( Aufstellung der Verluste und Verstärkungen
pro Runde ) 6. Terrain Effect ( Einflüsse des Geländes auf die
Kampfeinheiten ) und 7. Combat Result Table ( Tafel der Kampfergebnisse
) , diese beiden Optionen können über ein „Online - Dokument"
eingesehen werden und stehen während des Spieles nicht zur Verfügung .
8.Victory Chart ( Siegbedingungen werden aufgelistet ). 9. Optionen (
Einstellungen der Spieloptionen ) 10. Help File ( hier findet der
Spieler alle Erklärungen zu dem Spiel ).
Vorneweg muß ich
gleich bemerken, das es keine K.I. (Künstliche Intelligenz) in diesem
Spiel gibt. Das heißt, man kann es praktisch nur gegen einen anderen
menschl. Spieler spielen. Das geht per e-mail, im Internet, in einem
lokalen TCP/IP-Netz oder eben zu zweit an einem PC. Natürlich kann man
es auch alleine spielen, aber dann spielt man halt beide Seiten und das
ist in etwa genau so aufregend wie Schach gegen sich selbst zu spielen.
Der deutsche
Spieler beginnt die erste Runde und diese unterteilt sich in zahlreiche
Phasen, als da wären:
1.:Setup: Nur
beim Start eines neuen Spiels hat der Spieler die Möglichkeit evtl.
einige Einheiten nach seiner Wahl um zu platzieren.
2.:Supply: Die
Versorgung der Einheiten übernimmt der Computer, d.h. er überprüft
die Verbindungen zu den Einheiten und falls die Verbindungen offen
sind, erhalten die Einheiten eine Versorgung.
3.:Surprise: Nur
der deutsche Spieler kann in einigen Fällen, die der PC errechnet, über
Überraschungseffekte verfügen, welche auch begrenzt sind.
4.:Withdraw:In
Runde acht (8) muß der deutsche Spieler einige Panzereinheiten um 20
Felder zurückziehen.
5.:Movement: In
der Bewegungsphase können die Einheiten in andere Positionen gebracht
werden. Der maximale Radius wird klar ersichtlich dargestellt, so daß
man nicht groß rumprobieren muß.
6.:Reinforcement:Hier
werden die evtl. eintreffenden Verstärkungen aufgestellt.
7.:Combat: In
der Kampfphase können Angriffsbefehle erteilt werden. Erst auf das
Ziel klicken und dann den eigenen, angrenzenden Einheiten per
Mausklick den Angriffsbefehl erteilen.
8.:Exploitation:
Nach dem Kampf besteht in einigen Fällen die Möglichkeit weiter vor
zu stoßen und erneut einige Bewegungen auszuführen.
9.:Bridge: In
dieser Phase können Brücken zerstört oder auch repariert werden.
Sind nun alle
Phasen abgeschlossen ist die erste Runde auch schon beendet und der
Gegenspieler ist an der Reihe. Innerhalb der oben benannten Phasen
stehen noch weitere nützliche Informationen zur Verfügung, die ständig
am rechten Rand, neben der Spiellandkarte, ablesbar sind. Ganz oben
befindet sich das „Running Info Panel". Eine sehr sinnvolle
Einrichtung, gibt sie dem Spieler doch alle Informationen über ein gewähltes
Hexfeld. Man bewegt den Mauszeiger auf ein Hexfeld und kann dort also
folgende Infos ablesen: Koordinaten des Hexfeldes, Kontrolle (
deutsch/russisch), Terraintyp, Anzahl der Einheiten (falls welche dort
sind), sowie die Angriffs- und Verteidigungswerte der Einheiten.
Eine ähnliche
Einrichtung, das „Movement Info Panel", gibt Infos über eine zu
bewegende Einheit, also Nationalität, ID-Nummer, Typ der Einheit usw.
Mit einem Schaltknopf kann die gewählte Einheit auf der Karte zentriert
werden, eines besseren Überblicks wegen. Eine „Off Map Box"
zeigt die heran eilenden Verstärkungen an. Man klickt sie einfach an
und setzt sie auf die Landkarte auf die „entry/supply"-Hexfelder
(Ankunft/Versorgung). Neben einem „Bridge Info Panel", welches
den Status einer Brücke ( intakt/zerstört) anzeigt, wenden wir uns nun
dem Herzstück des Spieles zu, dem „Combat Info Panel". Hier
findet der Spieler die wichtigen Infos über die Stärken und Schwächen
aller Einheiten. Verteidigungs- und Angriffswerte werden neben weiteren
Werten wie Ratio, Terraineinfluß, Unterstützung und Überraschungseffekt
mit Zahlen beschrieben. Mittels dreier Schalter werden die Befehle
erteilt. Zwei Würfel symbolisieren das Ausführen des Angriffs, ein X
mit Panzerchen sorgt für keinen weiteren Vormarsch nach dem Angriff und
ein weiterer Schalter zentriert den Bildschirm auf das Kampfgeschehen. |