| Rezension:
Space
Empires IV von Malfador
Machinations
wird von Shrapnelgames
vertrieben. Die Installation des 120 MB großen Spieles funktioniert
reibungslos unter den gängigen Windowsarten ab Windows 95. Schnell sind
die vorgesehenen Datenmengen auf dem Rechner abgespeichert und im
Prinzip kann es auch schon losgehen, um sich einen Platz im Space
Empire IV Universum zu erkämpfen. Informationen zum Spiel sind
einmal als 45seitiges Buch und als Datei auf der CD vorhanden. Überraschend
fällt schon einmal der Bereich der Grundeinstellungen für das Spiel
auf. Unter der Vielzahl an vergleichbaren Programmen, wie Starfleet
Battles, Master of Orion, Star Fire und Wing Commander gibt es kein
Programm, das schon in der Anfangsphase so eine Vielzahl an
Einstellungen für das weitere Spiel erlaubt. Über Art der Rasse mit
einer Vielzahl an wählbaren Vorgaben wie Einstellung und Stand, Name
der Rasse, Fähigkeiten der Rasse, Art der Regierungsform und Titel des
Spielers, bis hin zur Auswahl der Größe (mehr als 100 Planetensysteme
mit jeweils über 15 Planeten) und Art der Galaxie (Spiralgalaxie usw.)
sowie Anzahl der Gegner (bis max. 20) ist alles möglich, machbar und
einstellbar. Noch nie zuvor habe ich so eine Vielzahl an
Grundeinstellungen in einem Programm vorfinden können im Bereich der
Weltraumspiele.
Hat man es endlich
geschafft seine Wunschvorstellungen zusammenzutragen, so begibt man sich
jetzt ins Spielgeschehen. Wer vorher gut erstellt hat, kommt jetzt in
den Genuß einer etwas leichteren Spielmöglichkeit. Denn genauso wie es
am Anfang eine Vielzahl zum einstellen gab, bekommt der Spieler auch
jetzt die Möglichkeit sein Imperium mit den geeigneten Mitteln
aufzubauen. Entweder startet man mit einem Planeten oder mit mehreren
Planeten und der dementsprechenden Infrastruktur. Diese Struktur hat man
auch bitter nötig, da man zwar mit seinen Gegnern ins diplomatische
Geschäft kommen kann, aber wie sagte schon Konfuzius: Vertrauen ist
gut, Vorbeugen ist besser.
Zuerst einmal steht
das Forschen und Aufbauen im Vordergrund. Bei etlichen hundert
Forschungsmöglichkeiten mit weit über 500 einzelnen Komponenten und
weit über über 300 Einrichtungen die das Ganze unterstützen, hat man
ganz schön zu tun um seinen Laden in Schwung zu bekommen. Entscheidend
ist dabei eine vorher exakt geplante Forschungsstrategie, sonst geht das
Spiel relativ schnell zu Ende. Am Start des Spieles gibt es eigentlich
kaum Probleme beim Aufbau, die Hektik bricht erst mit dem Aufbau eines
voll kontrollierten Sonnensystems aus. Hierbei muss auf die
unterschiedlichen Planeten und ihre Atmosphäre geachtet werden, sowie
ihre Mineralzusammensetzung. Vorteilhaft ist es natürlich, wenn die
zahlreichen Berater (Minister) einem einige Arbeiten abnehmen, aber auch
hier gilt Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, denn wie im richtigen
Leben machen auch bei Space Empires IV die Herrn nicht immer das
was sie machen sollten. Hat man dann seine Technologielevel erhöht und
jedes brauchbare Upgrade eingebaut, geht es an die Erforschung des
eigenen Planetensystems. Und auch hier stößt man auf zahlreiche Möglichkeiten:
über Schwarze Löcher, Asteroidengürtel, Gasgiganten und kosmischen Stürmen
kann man seine unterschiedlichen Raumschiffe, die man zuvor selbst
erstellt und designt hat, zum Einsatz bringen. Träger und Kreuzer
unterstützen eine Landemaßnahme von Kolonieschiffen. Jäger schwirren
wie Fliegen umher, Truppen, Minen und Satelliten werden an die benötigten
Punkte gebracht. Und sollte es ein Gegner wagen uns bei unserer
Besiedelung zu stören, so wird er aus dem Weltall gepustet, aber auch
hier gilt lieber einmal zu vorsichtig sein als hinterher die Torte im
Auge zu haben. Kommt es doch zum galaktischen Zusammenstoß so muss mit
kühler und logischer Überlegung der Angriff oder die Abwehr durchgeführt
werden. Aber man sollte immer bedenken eine Schlacht kann jeder
gewinnen, einen Krieg gewinnen nur wenige. Wenn dann an vielen Fronten
gekämpft wird hat auch wieder derjenige Vorteile, der Sonnensysteme
oder markante Planeten, die nicht für eine Besiedelung oder
Rohstoffausbeutung geeignet sind, zu starken Abwehrfestungen ausgebaut
hat. Auch nicht zu verachten ist die diplomatische Note bei der
Alliierte einem hilfreich mit der einen oder anderen Raumflotte unter
die Arme greifen. Das gibt für jeden Gegner eine böse Überraschung.
Das Besondere an den Raumschlachten ist letztendlich auch noch die Möglichkeit
ein bisschen Spionage zu betreiben, denn der große Feldherr und
Weltenlenker sollte immer auf dem Laufenden sein, hinsichtlich der
gegnerischen Schiffstypen. Space Empire IV bietet für jeden
Feldherrntypus die jeweils eigene Strategie. |